Details zu Publikationen

Klaus Böhnisch
Wer die Küste sieht
mit LandArt von Yana Arlt

Künstlerisches Geleitwort von Wolfgang Wache

Die Lausitz, einst war sie eine Landschaft sumpfiger, feuchter Wiesen. Archäologische Funde zeigen, dass damals der Verkehr von einem zum anderen Ort sehr oft auf Knüppelpfaden oder auf Wasserwegen bewältigt wurde. Auf ähnliche Verbindungswege nehmen uns die beiden Lausitzer Künstler Klaus Böhnisch und Yana Arlt mit. Der eine, der ältere, im vorigen Jahr verstorbene Dichter hat kurze prägnante Sätze im Gepäck und die viel jüngere Künstlerin sammelt Kleinigkeiten am Wegesrand und gestaltet mit diesen neue Formen für den Augenblick. Alles verändert sich, das wusste auch der Texter und das weiß ebenso die Bildgestalterin. Beide haben, jeder für sich, mit ihren künstlerischen Mitteln einen Moment im Laufe der Veränderungen festgehalten und auf ihre eigene Art und Weise kommentiert. Nebensächlichkeiten des Alltags gewinnen durch die literarische und künstlerische Darstellung an Bedeutsamkeit. Ein nicht beachteter Ast, ein abgefallenes Blättchen, eine Blüte, ein Steinchen usw. werden während der Gestaltung, des Handelns, zu einem wichtigen Bestandteil einer künstlerischen Aussage. Yana Arlt hat fotografisch ihre vergänglichen, einfallsreichen Arrangements mit Naturmitteln protokolliert. Wie im täglichen Leben verändert sich durch äußere Einwirkungen die künstlerische Anordnung. Nichts bleibt wie es war. Tägliche Prozesse beobachten, festhalten und kommentieren, gehörte auch zu Klaus Böhnischs literarischem Schaffen. In seinen Versen enttarnt er das menschliche Miteinander und klärt auf. Er macht aber, wie Yana Arlt, Mut zum eigenen Handeln. „Dumme bedienen, / heißt nicht aufklären, sondern/ die Dummheit mehren“, warnte er. Klaus Böhnisch begleitet uns auf dieser Wanderung auch mit nachdenklichen Sprüchen, die zur Besinnung aufrufen.
„Bevor wir wissen/ wie die Welt tickt, haben wir/ uns selbst ausgerottet“ Yana Arlt führt uns bildhaft in eine Natürlichkeit, die sich der Diktatur ihrer Inspiration unterwirft, um dann den Weg zur Selbstbestimmung und in die Freiheit zu gehen, bei der dieses geformte Kunstwerk den täglichen Einflüssen bedingungslos ausgeliefert ist. So geschieht es, dass ein so gestaltetes Bild mutwillig zerstört wird, es kann aber auch jemand des Weges kommen, der es mit seiner Sichtweise ergänzt, hegt und pflegt oder die Naturkräfte rasen mit Sturmgewalten darüber. Indem Yana Arlt diese Veränderungen in Bildern festhält, öffnen sich für den Betrachter neue Sichtweisen auf unsere, sich täglich wandelnde Existenz. Leben heißt nun mal Neuschaffung, Entwicklung und Verfall. Manchmal bereiten diese Wandlungen Freude, manchmal auch Schmerzen.
In diesem Buch erleben wir zwei unterschiedliche Künstler, die eins fest verbindet, die Liebe zum täglichen Leben und ihre gemeinsame Sicht auf die Veränderbarkeit des Seins.

Buchflyer „Wer die Küste sieht“
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Jens Carl

Auf dem Sandsteinhof
„Die Nachbarskinder kamen aus allen Himmelsrichtungen zum Hof. Jahrelang. Sie kamen zum Bolzen, wegen der Tiere, um den alten Traktor knattern zu hören, oder einfach nur zum Gucken. Irgendwas war immer los. Und selbst wenn die ersten Barthaare noch lange auf sich warten ließen, konnte man hier zeigen, dass man bereits ’ne Menge Mumm hatte. Die ersten Abenteuer, große Freiheit. Blaue Flecken wurden als Trophäen mit nach Hause genommen und bestandene Mutproben kamen einem Ritterschlag gleich.“ Jens Carl

Buchplakat „Auf dem Sandsteinhof“
Buchplakat-Sandsteinhof
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Yana Arlt
Mit bloßen Händen

Buchflyer „Mit bloßen Händen“
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Ihr erstes Naturbild schuf Yana Arlt 2009 während einer Schreibwerkstatt. Die Begriffe LandArt oder EarthArt waren ihr noch nicht geläufig. Es war nur dieses unglaublich befreiende Gefühl für sie, durch den Wald, über Feld und Wiese, an Fluss- und Seeufern entlang zu streifen, sich von dem Material einladen zu lassen, das ihr zu Füßen lag.
Zwei Jahre später lebte die Lyrikerin eine Sommerwoche lang in einem Bauwagen. Kein Internet, kein Mobiltelefon, kein Fernseher. Stunde um Stunde spazierte sie durch die Umgebung und als sie auf einem Feldweg einen großen gespaltenen Stein entdeckte, hatte Yana Arlt ein fertiges Bild im Kopf. „Alles hat seine Zeit“ war ihr erstes Werk, das die Lyrikerin mit bloßen Händen geschaffen hatte. Seitdem hat sie die Begeisterung, mit Naturmaterialien vergängliche Kunst zu schaffen, nicht mehr losgelassen. In einer fotografischen Dokumentation sind nun einige LandArt – Bilder festgehalten. Neben den beeindruckenden Fotos schlägt die Dichterin mit ihren lyrischen Versen eine Brücke zwischen Naturbetrachtungen und menschlichen Erfahrungs- und Lebenswelten. Sie wandert mit dem Leser durch ihre künstlerische Fantasiewelt. Manchmal ist sogar das Stöhnen der Bäume zu hören.
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Bettine Reichelt & Fabian Haas
Rabengeschichten

Buchflyer „Rabengeschichten“
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„Rabenvögel (Raben, Krähen, Dohlen und Eichelhäher) gehören seit Jahrtausenden zum Bild der Städte und Dörfer. Jahrhundertelang folgten Jäger Krähen und Raben und sie führten sie zur Beute. Jahrhunderte lang lebten Rabenvögel von dem, was ihnen die Menschen ließen.
Daran hat sich grundsätzlich nicht viel geändert. Nur der Ruf der Rabenvögel wandelte sich. Reisen sie mit uns auf Rabenflügeln durch Länder und das Leben. Lassen Sie sich von ihren Geschichten verzaubern und tauchen sie zwischen Himmel und Erde in die Bildwelt der Raben ein.“ Bettine Reichelt, Fabian Haas

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Jens Carl
Im Kamillenwald

Buchplakat „Im Kamillenwald“
Abenteuer mit Juno und Augusta
Wenn ich meine Eltern daheim auf dem Hof besuche, streune ich gerne umher. Es gibt Wiesen, Felder, tiefe Wälder. An einem Tag im Juni spazierte ich an einem Feld entlang und entdeckte Kamille, die abseits davon wucherte. Ich stand eine ganze Weile einfach nur da und betrachtete die Pflanzen. Dann kniete ich mich hin. Ich schob ein paar Kamillenköpfe beiseite und warf einen Blick in das duftende Dickicht. Und dann geschah etwas. Es war, als ob sich ein Theatervorhang gelüftet hätte. Da waren Stimmen. Da war Leben. Da war der Kamillenwald mit all seiner Schönheit und all seinen Schrecken.
Jens Carl
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Alexander Kiensch
Fragen ohne Antworten

  Da halten sie sich die Händchen, streicheln sich, streiten sich, trennen sich und vermissen sich, hassen sich und begehren sich. Dies alles ist nicht unbekannt. Gehört das alles zur Liebe? Zur Liebe zwischen Mädchen und Jungen. Zur Liebe zwischen Frau und Mann. Neu ist nicht die Frage, die Alexander Kiensch in seinen Geschichten aufwirft. Es sind auch nicht der Trennungsschmerz und das sehnsüchtige Verlangen nach Zweisamkeit. Um was geht es eigentlich. Was treibt die Geschlechter zusammen. Geht es um Sex? Gehört Sex mit zur Liebe zweier Menschen? Viele Fragen werden aufgeworfen, die Antwort bleibt uns der Autor auf den ersten Blick schuldig. Er zwingt uns zum Nachdenken, er fordert den Leser heraus. So lässt er uns an einer Fragestunde nach dem Lebensende teilhaben und zeigt die Alltagsschwierigkeiten des Zusammenlebens. Wir erfahren, wie es ist, wenn man nach einer Trennung allein bleibt.
In den Geschichten von Alexander Kiensch erleben wir junge Liebende, die auf der Suche sind nach ihrem großen Traum, einen Partner für sich zu finden. Erleben wir Hoffnungen und Enttäuschungen. Immer wieder die Frage: Um was geht es denn eigentlich, wenn Mann und Frau zu zweit durchs Leben gehen wollen? Worauf müssen sie achten? Und warum laufen die Dinge immer wieder anders, als sie sich das vorstellen, selbst wenn sie ihr Bestes geben, das zu verhindern? Fragen und keine Antwort. Steigen sie mit dem Autor Alexander Kiensch in den Bus des Lebens und schauen sie mit ihm gemeinsam auf das, was die Menschen immer wieder zusammenführt. Dabei bleiben sicherlich, wie im richtigen Leben, viele Fragen ohne Antwort. 

– persönliche Worte des Verlegers Wolfgang Wache –

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